Bd. I · Mai MMXXVI

Barometer Magazin für Wetter, private Wetterstationen und Klima-Beobachtung
Über das Magazin

Barometer — was zwischen Hoch und Tief tatsächlich steht.

Barometer ist ein deutschsprachiges Magazin für Wetter, private Wetterstationen und Klima-Beobachtung im DACH-Raum. Wir schreiben für Wetter-Aficionados (Citizen-Science-Wetter- Beobachter:innen mit eigener Station, geschätzte 50.000 bis 80.000 aktive private Wetterstationen in DE), für Mitglieder von Wetter-Vereinen (Berliner Wetterklub seit 1858, Vereinigung Deutscher Klimatologen), für DWD-Mitarbeitende und -Beobachtungs-Standorts-Verantwortliche, für Meteorologie- Studierende und -Lehrkräfte, für Geographie-Lehrkräfte mit Klima-/Wetter-Schwerpunkt, für Klimawandel-Forschende, für ZAMG-/GeoSphere-Austria- und MeteoSchweiz-Sektor-Mitarbeitende, für Wetter-Apps-Entwickler:innen, für Land- und Forst-Wirte mit Wetter-Bezug, für Versicherungs- Mitarbeitende mit Schaden-Korrelations-Schwerpunkt. Acht Ressorts, eine konsequente Haltung: Wetter ist präzise messbarer atmosphärischer Zustand mit eigener Mess-Disziplin — keine Lifestyle-Bühne und keine ideologisch-aufgeladene Diskussions-Plattform.

Acht Ressorts — Wetterstation, Daten, Wettervorhersage, Klima, Phänomene, Hobby, Recht, Praxis — bilden das Gerüst, in dem wir kontinuierlich publizieren. Nicht jede Ausgabe füllt alle acht Felder. Manchmal verdichten sich drei Texte um eine einzelne Hagel-Saison, manchmal hängt ein ganzer Band an einer ECMWF- Modell-Auflösungs-Erhöhung. Die aktuelle Mai-2026-Ausgabe markiert den Eröffnungsband, mit Schwerpunkt auf einem DWD-ICON-Modell-Update-Stand nach der jüngsten Auflösungs-Erhöhung und einer Davis-vs-Ecowitt-Markt-Bilanz für Hobby-Wetterstation- Käufer:innen als programmatischem Auftakt.

Was uns inhaltlich interessiert, ist die Spannung zwischen Mess-Disziplin und Phänomen-Realität. Das WMO-Standard-Setting für Wetter-Mess-Stationen (2 m Höhe für Temperatur-Sensor, 10 m für Wind-Sensor, ausreichender Hindernis-Abstand) ist international etabliert seit dem WMO-Aufbau 1950 nach Vorgänger-Organisation IMO seit 1873. Der DWD als die deutsche nationale Wetter- Behörde besteht in seiner heutigen Form seit 1952 (nach Vorgänger-Reichswetterdienst), die ZAMG bzw. die heutige GeoSphere Austria reicht in ihrer institutionellen Tradition bis 1851 zurück. Die numerischen Wetter-Modelle haben mit ECMWF IFS (9 km Auflösung seit 2024) und ICON-D2 (2,1 km Auflösung seit 2021) eine Auflösungs-Stufe erreicht, die mittelfristige Vorhersage von 7–10 Tagen mit nutzbarer Skill ermöglicht. Die Bürger-Wissenschafts-Wetter-Tradition mit Berliner Wetterklub seit 1858 und Skywarn Deutschland seit 2003 hat im DACH-Raum eine eigene Organisations-Form gefunden. Wir behandeln Wetter als das, was es ist: präzise messbarer atmosphärischer Zustand mit numerisch vorhersagbarer Entwicklung und kultureller Beobachtungs-Tradition. Wir würdigen die Disziplin und prüfen die Mess-Realität gleichzeitig.

Geschrieben ist Barometer für Wetterstation-Betreiber:innen, die ihre nächste Hardware-Anschaffung reflektieren wollen; für Wetter-Aficionados, die zwischen ICON und ECMWF wählen; für Spotter:innen, die Skywarn-Tradition aktiv weiterführen; für Meteorologie-Studierende, die ihre Vorlesungen um Praxis-Berichte ergänzen wollen; für Land- und Forst-Wirte, deren Tageswetter direkten Bezug auf Bewirtschaftungs-Entscheidungen hat; und für Versicherungs-Mitarbeitende, deren Schaden-Korrelations-Arbeit präzise Wetter-Daten braucht.

Gastbeiträge

Barometer nimmt Gastbeiträge an. Wer einen Text aus der Wetter-/Klima-Beobachtungs-Disziplin geschrieben hat — Wetterstation-Bilanz, Daten-Format-Erklärstück, Modell-Vergleich, Klima-Trend- Analyse, Phänomen-Reportage, Hobby-Verein-Porträt, Recht-Anmerkung, Praxis-Bericht — und ihn bei uns sehen möchte, schickt eine Schreibprobe an [email protected]. Wir antworten in der Regel innerhalb einer Woche. Kürze ist kein Nachteil, eine konkrete Mess- Reihen-Angabe mit Stations-ID und Sensor-Typ sagt mehr als drei Absätze Prosa, und wer mit konkreten Hektopascal-Werten statt mit „brachiale Wind-Böen" arbeitet, hat schon gewonnen.

Eine gute Wetter-Reflexion ist die, in der am Ende klar ist, welche Mess-Stelle welche Werte mit welcher Unsicherheit in welchem Trends-Zusammenhang liefert. Wir nehmen die Disziplin ernst.