Bd. I · Mai MMXXVI

Barometer Magazin für Wetter, private Wetterstationen und Klima-Beobachtung
← Magazin 29. Mai 2026
Hobby · 11 min

Berliner Wetterklub seit 1858 — 168 Jahre organisierte Wetter-Bürgerwissenschaft

Heinrich Wilhelm Dove und Carl Friedrich Mohr gründeten 1858 in Berlin den ältesten deutschen Wetter-Verein. Was die Vereins-Geschichte über die Tradition der bürgerwissenschaftlichen Wetter-Beobachtung im deutschsprachigen Raum erzählt — und warum die Skywarn-Spotter-Tradition von 2003 keine Erfindung, sondern eine Wiederaufnahme ist.

Am 21. Mai 1858 trafen sich in Berlin neun Männer in einem privaten Wohnzimmer und gründeten den Berliner Wetterklub. Die treibenden Köpfe waren Heinrich Wilhelm Dove, damals Professor für Physik an der Friedrich-Wilhelms-Universität und gleichzeitig Direktor des Königlich Preußischen Meteorologischen Instituts, und Carl Friedrich Mohr, Apotheker, Chemiker und meteorologischer Beobachter, der in Bonn lebte und mit Dove einen regelmäßigen wissenschaftlichen Briefverkehr führte. Aus dieser Gründung ist der bis 2026 ältesten kontinuierlich aktive Wetter-Verein des deutschsprachigen Raums hervorgegangen — und mit ihm eine Tradition organisierter bürgerwissenschaftlicher Wetter-Beobachtung, die heute 168 Jahre umfasst.

Die Gründungs-Konstellation 1858

Das 19. Jahrhundert war die Gründerzeit der meteorologischen Wissenschaft. 1873 entstand auf einer internationalen Konferenz in Wien die Internationale Meteorologische Organisation (IMO), die 1950 von der WMO (World Meteorological Organization) als UN-Sonderorganisation abgelöst wurde. In Deutschland waren die nationalen Wetterdienste 1858 noch nicht etabliert — der Deutsche Wetterdienst in seiner heutigen Form entstand erst 1952 nach dem Zweiten Weltkrieg, vorher gab es die getrennten Wetterdienste der einzelnen deutschen Länder. Auch in Österreich entstand die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) erst 1851 in Wien; die Schweizerische Meteorologische Anstalt (MeteoSchweiz) wurde 1881 gegründet.

In dieser Lücke zwischen wissenschaftlichem Interesse und institutionalisierter staatlicher Infrastruktur entstanden die Wetter-Vereine. Sie waren keine Hobby-Klubs im heutigen Sinne, sondern Plattformen einer Wissenschaft, die ihre Daten-Grundlage selbst organisierte. Der Berliner Wetterklub verstand sich von Anfang an als ein Beobachter-Verbund: Die Mitglieder verpflichteten sich, an ihrem Wohnort regelmäßige meteorologische Messungen — Temperatur, Luftdruck, Niederschlag, Windrichtung, Bewölkung — vorzunehmen und die Daten an einen zentralen Schriftführer zu übermitteln, der sie auswertete und in einem jährlichen Vereinsbericht publizierte.

Dove war der prominente Kopf der Gründung — der Wissenschaftler, dessen Name dem Verein im 19. Jahrhundert ein Renommee verlieh, das weit über Berlin hinausreichte. Sein 1837 veröffentlichtes Werk über die nach ihm benannten Dove’schen Zirkulationsgesetze war international rezipiert; seine Auffassung von der Polar- und Äquatorialströmung als den beiden tragenden Luftmassen-Typen der globalen Zirkulation prägte die Klimatologie des 19. Jahrhunderts. Mohr war der organisatorische Motor und der Verfechter der präzisen Mess-Disziplin — er publizierte 1855 sein einflussreiches „Lehrbuch der chemischen-analytischen Titrirmethode” und brachte den Anspruch wissenschaftlicher Genauigkeit in den Verein ein.

Das 19. Jahrhundert — Stations-Netzwerk und Beobachter-Disziplin

Der Berliner Wetterklub wuchs in den ersten zwei Jahrzehnten auf rund 200 Mitglieder, davon etwa die Hälfte aktive Beobachter mit eigenen Mess-Stationen. Die Stationen waren nach den damaligen Verhältnissen erstaunlich standardisiert: Die Vereins-Satzung schrieb die Aufstellung eines Thermometers in einer englischen Hütte (dem Vorgänger der heutigen Stevenson-Screen-Standardisierung) vor, mit Mess-Zeiten um 7, 14 und 21 Uhr Mittlerer Berliner Zeit. Der Luftdruck wurde an einem Quecksilber-Barometer abgelesen und auf 0 °C reduziert; die Niederschlagsmessung erfolgte mit einem Hellmann-Pluviometer ab den 1890er Jahren — der Pluviometer-Standard, der sich auf den deutschen Meteorologen Gustav Hellmann zurückführt und über das 20. Jahrhundert WMO-Standard für die Niederschlagsmessung blieb.

Die Daten wurden im monatlichen „Vereins-Anzeiger” publiziert und in den jährlichen „Beiträgen zur Witterungskunde” zusammengefasst. Diese Veröffentlichungen sind 2026 zentrale historische Quellen für die Berliner Klima-Reihe — die kontinuierliche Beobachtungs-Reihe für Berlin reicht in einigen Variablen bis ins frühe 18. Jahrhundert zurück (Carl Heinrich Gehler und seine Nachfolger), und der Berliner Wetterklub hat im 19. Jahrhundert einen substantiellen Teil dieser Reihe pseudonym vereinheitlicht und qualitätsgeprüft.

Dove starb 1879, Mohr 1879 ebenfalls — der Verein überstand den Generationen-Wechsel und wuchs unter den Nachfolgern weiter. Bis zur Jahrhundertwende war der Berliner Wetterklub die Referenz-Adresse für bürgerwissenschaftliche Wetter-Beobachtung in Deutschland; Beobachter-Reihen aus anderen deutschen Städten — Königsberg, Breslau, München, Stuttgart — wurden über das Vereins-Netzwerk synchronisiert.

Das 20. Jahrhundert — Brüche und Kontinuitäten

Die beiden Weltkriege haben den Berliner Wetterklub schwer getroffen. Der Erste Weltkrieg unterbrach die regelmäßigen Vereins-Sitzungen für vier Jahre; viele aktive Beobachter starben oder wurden verletzt; die Daten-Erfassung an einzelnen Stationen brach ab. Der Verein konnte sich in den 1920er Jahren rekonstituieren, mit reduzierten Mitgliederzahlen und einem stärker akademisch-wissenschaftlichen Profil. In der Weimarer Republik entstand 1924 mit der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft (DMG) eine konkurrierende Dachorganisation, die in den ersten Jahrzehnten primär die professionelle Meteorologen-Community ansprach, während der Berliner Wetterklub die bürgerwissenschaftliche Tradition fortführte.

Der Nationalsozialismus brachte den Verein in eine schwierige Lage. Jüdische Mitglieder wurden ab 1933 systematisch ausgegrenzt; einige Vorstands-Posten wurden mit NSDAP-nahen Persönlichkeiten besetzt. Die Veröffentlichungen wurden gleichgeschaltet. Im Zweiten Weltkrieg brach die Vereins-Tätigkeit erneut ab — die letzten Sitzungs-Protokolle stammen aus dem Herbst 1944. Die Wiederaufnahme der Vereins-Tätigkeit erfolgte 1947 unter den Bedingungen des geteilten Berlins; der Verein hatte seinen Sitz in West-Berlin, einzelne Mitglieder lebten in der sowjetischen Besatzungszone und später in der DDR — eine Konstellation, die den Verein für vier Jahrzehnte zu einer west-deutsch dominierten Einrichtung machte.

In den Jahrzehnten zwischen 1950 und 1990 war der Berliner Wetterklub eine eher leise Institution. Die institutionalisierte Wettervorhersage hatte sich beim DWD und in den universitären Instituten konsolidiert; die bürgerwissenschaftliche Beobachtung war an die Stations-Netzwerke des DWD angekoppelt, die einen substantiellen Teil der freiwilligen Beobachter-Stationen finanzierten und qualitätsgeprüft betrieben. Der Verein konzentrierte sich auf die Pflege der historischen Berliner Klima-Reihe, auf Vereinsabende mit wissenschaftlichen Vorträgen und auf die Publikation des jährlichen Vereinsblatts.

Die post-1990-Renaissance

Mit der deutschen Wiedervereinigung 1990 erweiterte sich der Aktionsraum des Vereins wieder auf das gesamte Berliner und Brandenburger Gebiet. Mitglieder aus den ehemals ostdeutschen Bezirken brachten Beobachter-Reihen ein, die in der DDR-Wettervorhersage des Meteorologischen Dienstes der DDR (MD) entstanden waren und für die wissenschaftliche Auswertung neu zugänglich wurden.

Bedeutender als diese geographische Erweiterung war die technologische Veränderung der 1990er und 2000er Jahre. Mit der Einführung erschwinglicher elektronischer Wetterstationen — Davis Vantage Pro ab 1995, später die Ecowitt- und La-Crosse-Familien — entstand eine neue Generation privater Beobachter, die ohne wissenschaftliche Vorbildung anschluss-fähige Daten produzieren konnten. Der Berliner Wetterklub wurde zur Vermittlungs-Instanz zwischen dieser neuen Hobby-Generation und der akademischen Meteorologie: Er bot Schulungen zur korrekten Stations-Aufstellung an, organisierte Datenqualitäts-Vergleiche zwischen Mitglieder-Stationen, und vermittelte den Anschluss an Internet-Plattformen wie Weather Underground (seit 2000 als PWS-Plattform aktiv) und das DACH-Pendant Awekas.

2026 hat der Verein nach den letzten verfügbaren Zahlen rund 380 Mitglieder, davon etwa zwei Drittel mit aktiver Stations-Beobachtung. Die regelmäßigen Aktivitäten umfassen:

Die Jahrestagung im Frühjahr, traditionell an einem Wochenende im April oder Mai im Berliner Wissenschaftsforum, mit Fachvorträgen aus DWD, FU Berlin, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und externen Gästen. Die Tagungs-Beiträge werden im Vereinsblatt publiziert.

Das Vereinsblatt „Berliner Witterungsblatt”, vierteljährlich erscheinend, mit Mitglieder-Berichten, Klima-Auswertungen, technischen Hinweisen zu Stations-Konfigurationen und gelegentlichen historischen Rückblicken auf die Vereins-Geschichte.

Das Schul-Wetter-Stations-Projekt, seit 2010 in Kooperation mit dem Berliner Senat und der Berlin School of Public Engagement and Open Science, das in den vergangenen 15 Jahren über 80 Berliner Schulen mit eigenen einfachen Wetterstationen ausgestattet hat. Die Schüler-Daten fließen in eine offene Datenbank ein, die wissenschaftliche Auswertungen zum urbanen Wärme-Effekt Berlins ermöglicht.

Die monatlichen Vereinsabende im Westhafen-Quartier, mit Mitglieder-Vorträgen, technischen Workshops und der traditionellen Daten-Pflege-Arbeit an den historischen Beobachtungs-Reihen.

DACH-Vergleich — die anderen Wetter-Vereine

Der Berliner Wetterklub ist nicht allein. Im deutschsprachigen Raum gibt es mehrere Wetter-Vereine mit ähnlich langer Tradition.

Die Schweizerische Meteorologische Gesellschaft (SGM) wurde 1881 gegründet, im selben Jahr wie die staatliche MeteoSchweiz, und versteht sich als die gesellschaftliche Plattform der schweizerischen Meteorologen-Community. Die SGM hat 2026 rund 600 Mitglieder, ein Drittel davon mit professionellem meteorologischem Hintergrund, der Rest aus Hobby- und Bildungs-Bereichen. Die SGM publiziert die jährlich erscheinende „Schweizerische Meteorologische Mitteilungen” und betreibt eine aktive Tagungs-Tradition mit jährlichen Treffen im Wechsel zwischen Zürich, Bern, Lausanne und Locarno.

Die Österreichische Gesellschaft für Meteorologie (ÖGM) wurde 1865 in Wien gegründet — sie ist damit sieben Jahre jünger als der Berliner Wetterklub und einer der ältesten meteorologischen Vereine Europas insgesamt. Die ÖGM hat über die Jahrzehnte stärker als der Berliner Wetterklub die professionelle Meteorologen-Community geprägt und ist mit der GeoSphere Austria (seit 2023 Nachfolgerin der ZAMG) institutionell eng verflochten. Sie publiziert seit 1866 die „Wetter und Leben”, eine der traditionsreichsten meteorologischen Zeitschriften Europas.

Die Vereinigung Deutscher Klimatologen (VDK) ist eine jüngere, fachlich engere Einrichtung — gegründet in den 1980er Jahren als spezialisierte Plattform für die klimatologische Forschungs- und Anwendungs-Community in Deutschland. Sie überschneidet sich personell mit der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft, hat aber ein deutlich enger umrissenes Profil. Für die bürgerwissenschaftliche Wetter-Beobachtung spielt sie eine geringere Rolle als der Berliner Wetterklub.

Daneben existieren regionale Wetter-Vereine in den Bundesländern — etwa der Bayerische Wetterklub, der Verein der Norddeutschen Wetterfreunde und der Süddeutsche Hobby-Meteorologen-Verbund —, die zusammen ein dichtes Netz bürgerwissenschaftlicher Aktivität bilden.

Skywarn Deutschland — die Spotter-Tradition seit 2003

Eine eigene Tradition organisierter Wetter-Bürgerwissenschaft ist 2003 mit der Gründung von Skywarn Deutschland entstanden. Das Vorbild war das US-amerikanische Skywarn-Programm der NWS (National Weather Service), das seit den 1970er Jahren ein Netz von ausgebildeten Sturm-Spottern unterhält, die in kritischen Wetterlagen den professionellen Wetterdiensten Echtzeit-Beobachtungs-Daten liefern. Die deutschen Skywarn-Gründer übernahmen das US-Konzept und passten es an die deutschen Verhältnisse an: eine ehrenamtliche Organisation, eine systematische Spotter-Ausbildung über mehrtägige Kurse, eine enge Kooperation mit dem DWD und (bei grenzüberschreitenden Wetterlagen) mit GeoSphere Austria, MeteoSchweiz und ESSL.

Skywarn Deutschland hat 2026 rund 2.000 ausgebildete Spotter, organisiert in regionalen Gruppen mit Sprechern in den meisten Bundesländern. Die Spotter-Tätigkeit umfasst:

Die Live-Meldung schwer-konvektiver Wetterereignisse an den DWD und an die ESSL-Datenbank (ESWD). Spotter beobachten Gewitterzellen, dokumentieren Hagel-Korngrößen, Tornado-Sichtungen, Stark-Sturm-Schäden und liefern Echtzeit-Reports, die in die professionelle Lageeinschätzung einfließen.

Die Storm-Chasing-Tradition, die in Deutschland sehr viel zurückhaltender und sicherheits-orientierter gepflegt wird als in den USA, aber durchaus eine aktive Sub-Community hat. Skywarn organisiert jährliche Storm-Chase-Kurse, in denen die meteorologischen Grundlagen und die operationellen Sicherheits-Regeln vermittelt werden.

Die Nachbearbeitung von Wetter-Ereignissen durch Schadens-Dokumentation, Hagel-Korn-Sammlung und Fotomaterial-Aufbereitung, das in Versicherungs-Verfahren, ESSL-Datensätzen und wissenschaftlichen Publikationen Verwendung findet.

Die Skywarn-Spotter-Tradition ist organisatorisch unabhängig vom Berliner Wetterklub und den anderen klassischen Wetter-Vereinen, überlappt aber personell substantiell. Viele Spotter sind gleichzeitig Mitglieder eines Wetter-Vereins und betreiben eine eigene private Wetterstation — die drei Identitäten als Vereins-Mitglied, Stations-Betreiber und Spotter sind in der Praxis komplementär.

Internationale Einordnung

Im internationalen Vergleich ist die DACH-Tradition organisierter Wetter-Bürgerwissenschaft ungewöhnlich tief verwurzelt, aber nicht einzigartig. Das US-amerikanische Skywarn-Programm der NWS ist mit über 350.000 ausgebildeten Spottern das mit Abstand größte vergleichbare System. Die britische Royal Meteorological Society existiert seit 1850 — damit acht Jahre älter als der Berliner Wetterklub — und ist die älteste vergleichbare europäische Einrichtung. Die irische Met Éireann koordiniert über ihre „Climatology Volunteer Network” ein landesweites Beobachter-Netzwerk; die französische Météo-France unterhält mit „Stations-Météo Bénévoles” ein ähnliches System.

Was die DACH-Tradition auszeichnet, ist die Kombination aus alten Vereins-Strukturen und moderner Sensor-Infrastruktur. Während in den USA die Spotter-Tradition stark institutionalisiert ist (NWS-zentriert), während in Großbritannien die Royal Meteorological Society stärker akademisch geprägt ist, bilden die DACH-Wetter-Vereine eine eigentümliche Mischform: gesellschaftlich verankerte Bürger-Wissenschaft mit hoher technischer Kompetenz und aktiver Kopplung an die nationalen Wetterdienste.

Schluss: 168 Jahre und kein Ende

Der Berliner Wetterklub feiert 2026 sein 168-jähriges Bestehen ohne großes Aufheben. Eine Vereinsabend-Reihe zum Jubiläum, ein Sonderheft des Vereinsblatts, eine Ausstellung in der Berliner Staatsbibliothek mit historischen Mess-Instrumenten — das sind die Beiträge eines Vereins, der seine Bedeutung nicht aus dem Jubiläum, sondern aus der Kontinuität schöpft.

Die organisierte bürgerwissenschaftliche Wetter-Beobachtung wird in den kommenden Jahren weiter wachsen, das ist absehbar. Mit jeder neuen Generation kostengünstiger Sensor-Technologie kommen neue private Stationen ins Netz, mit jeder neuen Open-Data-Plattform werden private Mess-Daten leichter in wissenschaftliche Auswertungen integrierbar. Der Berliner Wetterklub wird in dieser Entwicklung das sein, was er seit 1858 ist: eine Plattform, die den einzelnen Beobachter in eine längere Tradition und in ein größeres Netzwerk einbindet — und damit aus 380 individuellen Stations-Reihen eine kollektive Wetter-Beobachtung macht, die mehr ist als die Summe ihrer Teile.

Die deutschsprachige Wetter-Bürgerwissenschaft hat seit Dove und Mohr ihre Form gewechselt — vom handgeführten Beobachter-Tagebuch zur Cloud-vernetzten Sensor-Station, vom Quecksilber-Barometer zum BME280-Chip. Was sich nicht geändert hat, ist das Grundmotiv: die geduldige, regelmäßige, disziplinierte Beobachtung des Wetters am eigenen Ort, im Bewusstsein, dass die einzelne Mess-Reihe nur dann ihren wissenschaftlichen Wert entfaltet, wenn sie mit anderen Reihen vergleichbar wird. 168 Jahre Berliner Wetterklub sind 168 Jahre dieser Grundüberzeugung — und sie sind ein guter Anfang.


Ressort: Hobby